Rufname: Akim oder Lauser
Die Kurzfassung:
Eigenschaften: Allgemein charakterisieren
würde ich Akim mit den Worten: lebhaft, aufmerksam, schnell, ausdauernd,
sensibel und triebhaft, lernfähig- und willig, anhänglich, regelrecht
menschenlieb und super neugierig, klappert sein Leben gern mit den Zähnen
und springt wie verrückt.
Befehle: Hier oder Hier her,
Pfui (Fressen), Nein (Handlung), Sitz, Platz, Fuß, Stop, Zum Rad,
Langsam, Hopp, Runter, Ruhe, Schupps um, Küsschen, Pfötchen,
Dazu muss erwähnt werden, dass ich Akim fast stubenrein übernommen
habe. Die Befehle Sitz, Platz waren schon antrainiert, so musste ich dies
nur noch absichern bzw. vertiefen.
(Akim hat sich so an unseren Tagesablauf gewöhnt, dass er mich weckt,
vor den Weckerklingeln. Entweder durch kuscheln oder "wach-guckend")
Am Üben: Such, Bring her,
Aus
Bis Januar/03: Probemitglied
Rettungshundestaffel Berlin / Abteilung Welpen (Tunnel, Wippe), dann Umzug
Seit März/03: Mitglied
im Verein "Hundefreunde Raguhn" - Sachsen Anhalt
Im Frühjahr/04: Begleithundeprüfung;
Ausdauerprüfung - 20 km Fahrrad
Lieblingsbeschäftigungen:
mit seinem Fußballe und seinem Seil spielen, Socken stehlen und
vom Fuß ziehen; in den Besen und Staubsauger beißen;
Gesundheitlich: absolut HD-frei,
alle Zähne, ..., ein gesunder Hund eben
Unser Zusammenleben:
Der Alltag beginnt in der Regel
damit, dass wir uns 7:00 zum Auslauf an den See begeben. Dort treffen
wir auf 6-10 andere Hunde aus dem Dorf. Darunter ist Akim´s liebster
Hundekumpel Arko. Sie kauen gemeinsam Weidestöcke oder tragen sie
durch die Gegend. Ab und zu bringen sie die Stöckchen auch zu uns,
um sie wegzuwerfen.
Akim ist sozialisiert. Er akzeptiert in erster Linie ältere Artgenossen.
Am See ist ein älterer Collie-Rüde das Alphatier. Das Spiel
mit übergeordneten Tieren verläuft meist so, dass er diese umkreist
und anbellt, bis diese auf ihn reagieren, um dann wegzulaufen. Wäre
er ein Mensch, würde man dieses Verhalten mit "Stenkern"
umschreiben.
Probleme hatte er bisher mit
zwei Rüden. Zum einen mit seinem Bruder Anton, da dieser ebenso um
die Alphastellung buhlte wie er, zum anderen mit einem Terrierrüden,
der mich und meine 5-jährige Nichte verbellte. In dieser Situation
war sein Schutzmechanismus geschaltet. Im übrigen ist das bis heute
so.
Seine Verträglichkeit
mit Artgenossen zeichnet sich auch dadurch aus, dass er seit meinem Umzug
von Berlin zu meinen Eltern, mit einem 14-jährigem Rüden zusammenlebt.
Streit gibt es nur, wenn Akim mit meinem Vater spielt. Kenny reagiert
dann eifersüchtig und bellt. Gebissen haben sie sich aber noch nie.
Was auch Erwähnung finden sollte, dass ich bei Akim noch nie Futterneid
erlebt habe. Jeder Hund der zu Besuch kommt, darf ohne Frage speisen.
Bei Alltagsaktivitäten
wie Bäcker, Kneipe, Lagerfeuer begleitet mich mein Hund. In Berlin
waren Aktionen wie Bahn, Bus, Menschenmassen kein Problem. Sogar als wir
bei einem Spaziergang direkt durch eine Demo laufen mussten, wurde er
nicht nervös oder ängstlich. Nur die Trommeln fand er interessant
und blieb stehen. Schreiende Babys locken ihn auch nicht aus der Reserve,
hat sich schon öfter bestätigt.
Meinen Urlaub habe ich auch
jedes Mal mit ihm verbracht. Letzten Sommer teilte ich mir mit Akim ein
Zwei-Mann-Zelt an der Ostsee und im Winter davor war ich mit ihm im Böhmerwald
wandern.
Autofahren ist für Akim
auch kein Problem. Als ich ihn im Sommer 2002 von Katja und ihrer Familie
abholte, warnte sie mich zwar, dass er das Autofahren noch nicht so gut
verträgt. Aber ein Maleur ist mir noch nie passiert. Er schaut aus
dem Fenster und ist glücklich. Noch mal eine "Danke!" an
Katja.
Mal abgesehen von Schnee, Glatteis
oder extrem heißem Sommerwetter fahren wir täglich 30-40 min
Fahrrad. Im Moment trainieren wir für den Ausdauerwettbewerb: 20
km Fahrradfahren.
Im Sommer geht es dafür zum Schwimmen. Akim ist eine richtige Wasserratte.
Maximalzeit seiner Runden im See war fast 40 Minuten. Er kam erst raus,
als ich nach Hause lief.
Sollte mal nicht so viel Zeit
sein, macht mir mein Akim keinen Stress. Er legt sich ab und wartet in
Ruhe. Dies gilt selbst für die Zeit, in der ich nicht da bin. Aus
den Erzählungen meines Vaters weiß ich, dass er an der Tür
auf mich wartet.
Das einzige, was er nicht mag, ist von mir räumlich getrennt zu sein,
obwohl ich zu Hause bin. Da kann es mir unter Umständen passieren,
dass er 2-3 mal an der Tür kratzt und jault.
Zudem ist der Holländer/mein
Holländer sehr anpassungsfähig. Zu Beginn lebte ich wie erwähnt
mit Akim in Berlin in einer 1-Raum-Wohnung
und seit ca. einem Jahr auf dem Land. Den Umzug und die Ortsveränderung
hat er im Gegensatz zu mir problemlos angenommen, wichtig ist ihm nur,
dass ich bei ihm bin.
Auch im Moment teilt sich Akim
mit mir ein Zimmer im Haus meiner Eltern.
Er ist wachsam zu jeder Zeit, verbellt aber nicht jedermann. Menschen
die schon einmal bei uns waren erkennt und akzeptiert er. Besuch wird
freudig empfangen, vor allem meine Nichte Lisa. Sie erzählt mir immer,
das Akim ihr Freund wäre. Vor einem Jahr hatte sie noch vor, ihn
zu heiraten.
Klingeln Fremde bellt er ein- bis zweimal, hört aber auf den Befehl
"Ruhe".
Geht jemand am Haus vorbei, schaut er manchmal aus dem Fenster.
Grundsätzlich habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass er mich liest
und sich entsprechend verhält. Werde ich nervös, bellt er!
Probleme habe ich allerdings
auch. Aufgrund der Triebhaftigkeit, muss ich im Wald aufpassen, dass sich
unsere Distanz nie über 15 m erstreckt, da er sich sonst bei Begegnungen
mit Wild nicht mehr abrufen lässt. In solch einer Situation haben
wir uns im Wald mal verloren, Akim war ca. 16 Monate alt. Ich war völlig
panisch und rief mir die Seele aus dem Leib, aber er blieb verschwunden.
Ein Freund kam auf die Idee zum Auto zurück zu gehen. Dort in der
Nähe fanden wir ihn auch. Er saß stocksteif neben dem großen
Haufen, den er auf dem Hinweg gemacht hatte. Schlaues Kerlchen!
In der Ausbildung hatte ich
die meisten Probleme mit der Leinenführigkeit. Ich denke aber, dass
lag eher an meiner Unfähigkeit. Bis vor ein paar Monaten wollte Akim
außerdem jedem Motorrad hinterher laufen. Bei meinem letzten Besuch
in Würzburg, haben mir Katja und Lena aber geholfen. Die "Übung"
habe ich zu Hause noch zweimal wiederholt, so dass dieses Kapitel der
Vergangenheit angehört.
Ein Vorteil in der Ausbildung
ist aber, dass er leicht zu motivieren ist, egal ob Leckerli oder Spielzeug.
Was man auch über den
Holländer wissen sollte, ist "sie suchen sich ihre Freunde selber
aus" (Zitat von Katja). Am Anfang konnte ich mir nicht so viel darunter
vorstellen. Aber jetzt weiß ich aus eigener Erfahrung, das dem so
ist. Akim verbellt zwar niemanden meiner Familie oder meiner Freunde,
ist immer freundlich, trotzdem ist er bei dem einen oder anderen interessierter.
Dies zeigt sich z. Bsp. darin, dass er nie auf die Idee kommen würde
meinen Großvater zum Spiel aufzufordern, ganz anders bei meinem
besten Freund Atze. Da geht es unter Umständen hoch und heiß
her. Manche Menschen behandelt er wie Luft, da können sie sich noch
so anstrengen.
Die Spielaufforderung verläuft
etwas ungewöhnlich. Akim steht zähneklappernd vor mir, tanzt
dabei um mich drum herum und zu guter Letzt bellt er mich in einem sehr
hohen Ton an. Das ist ziemlich lustig.
Dieser Text stammt
von Sina Herrmann
Danke!
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